Frachtschifffahrt in Rostock

Frachtschifffahrt in der Ostsee
Tjalken sind typische Vertreter der niederländischen Frachtschifffahrt in der Zeit um 1900. Sie bereisten die gesamte Ostsee bis nach Riga und transportierten Eisen, Felle und edle Tücher aus Flandern. Hierbei war Rostock der Handelstützpunkt. Die Hansestadt Rostock verfügte über die grösste Flotte in der Ostsee und dominierte den gesamten Handel mit Skandinavien und dem Baltikum.

 

de laadboom
Zur Be- und Entladung der Schiffe wurden der Großbaum oder ein eigenständiger Ladebaum genutzt. Flaschenzüge (Taljen) bewegten dabei den Ladebaum mitsamt der angehängten Fracht. Durch den geringen Tiefgang dieser Schiffstypen konnte die Fracht direkt am Ufer unabhängig von Kaianlagen über den Ladebaum be-und entladen werden.

der Jütbaum
Die Schiffe verfügten über einen legbaren Mast. Damit waren sie in der Lage, über Kanäle und Flüsse weit in das Landesinnere zu fahren und niedrige Hindernisse wie Brücken zu passieren. Um einen Mast stellen zu können, muss das Zugseil nach oben gerichtet gerichtet sein. Diese Funktion übernimmt der bei gelegtem Mast senkrecht stehende Jütbaum.

de swaart
Tjalken sind Plattbodenschiffe und haben keinen Kiel. Um gleichwohl eine Kursstabilität zu erhalten, werden die seitlichen Hölzer (Seitenschwerter) ins Wasser gelassen. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist, daß bei flachen Gewässern, wie den Bodden oder in Ufernähe, die Schwerter herausgezogen werden können.